Glücklicherweise hatte der Wetterbericht für einmal nicht recht und ein perfekter Wintertag mit nahezu sommerlichen Temperaturen erwartete uns am Heinzenberg. Das erfreute alle Pistenrowdys, Wanderer und vor allem die Geniesser an der Bar. Nur die passionierten Tiefschneefahrer kamen nicht auf ihre Kosten, denn ein Ausflug in die klebrige Masse endete mit einer abrupten Vollbremsung. So gab es für solche mehr Zeit sich um andere Dinge zu kümmern, wie z.B. schöne Luftaufnahmen mit der Drohne zu machen.

Aber beginnen wir von vorne: Wir trafen uns um 9:00 bei der Talstation Oberurmein. Oder zumindest war das so geplant. Nach einer kurzen Verwirrung wegen der zweiten Talstation in Tschappina waren wir dann schlussendlich trotzdem alle am gleichen Ort. Losgehen konnte es aber doch noch nicht ganz, weil sich vor der einzigen Kasse doch eine beträchtliche Schlange gebildet hat. Nebst dem schönen Wetter war dies aber vor allem der Redseligkeit der Kassiererin zu verdanken, die scheinbar jeden zu kennen schien. Als wir dann den gefühlten halben Skitag schon fürs anstehen vertrödelten, sagte man uns an der Kasse, dass man hier keine Gruppenkarten ausstellen könne. Also machten wir uns zusammen auf den Weg zur Mittelstation um unsere Billette zu besorgen. Kaum waren alle auf dem Lift, sauste ein schräg angehängter Bügel in die Motorstütze der Talstation und blockierte den Lift. Das hinbeorderte professionelle Mechaniker Team, kam schlendernd und genüsslich eine Zigarre rauchend aus einer kleinen Hütte hervor und machte sich an die Arbeit.  Ein paar Hammerschläge da und einmal ein dran ziehen und schon flog das Teil gerade neben dem zweiten Arbeiter auf dem Boden. Das gab dann kurz ein paar nette Worte zueinander und dann zogen sie wieder schlendernd von dannen. Nun konnte der Skitag für uns endlich beginnen. Den restlichen Morgen machten wir die gut präparierte Piste unsicher und am Mittag testeten wir das Essen im Restaurant «Skihütte» (persönliches Fazit: sehr lecker!).

Sonne, Drinks und sehr viel Einsatz!

Am Nachmittag waren dann Challenges angesagt bei denen 4 Teams in verschiedenen Disziplinen gegeneinander angetreten sind.

Challenge 1: Schneetürme
Ziel war es innerhalb von 60 Sekunden einen möglichst hohen Schneeturm mit den Händen zu bauen. Die klaren Höhenunterschiede nach Ablauf der Zeit zeigten, welches Team das grösste architektonische Geschick hat.

Challenge 2: Büchsen werfen
In der zweiten Challenge mussten die Teams einen Büchsenstapel mit Schneebällen abschiessen. Das war schwieriger als gedacht und nicht jedes Team brillierte hier mit einer tollen Schussgenauigkeit.

Challenge 3: Slow-Motion Kugelbahn
Gespannt waren wir auf das Spiel der Slow-Motion Kugelbahn. Das Ziel war, dass eine Kugel möglichst langsam aber ohne anzuhalten eine von dem Team designte Bahn runter rollt. Hier zeigten sich die wahren Taktikfüchse und sehr spannende Bahnen wurden konzipiert.

Challenge 4: Parkours
In der letzte Challenge sollten die Teams einen Parkour in möglichst kurzer Zeit absolvieren. Zuerst mussten sie mit einem Hüpfball eine gewisse Distanz abspringen. Dann musste ein Teammitglied auf einem Skimboard zum nächsten Posten gezogen werden ohne den Schnee zu berühren. Zum Schluss sollten die Teams noch mit allen in der Kiste vorhandenen Verkleidungen händchenhaltend ins Ziel rennen. Der Einsatz bei den Challenges war enorm und die Teams waren sich für nichts zu schade; sogar blutige Finger und Wangen hielte sie nicht auf!

Den Skitag rundeten wir in der Bar bei der Talstation Oberurmein ab. Da die Ski-Billette am Heinzenberg vergleichsweise günstig sind, konnte man sich hier dafür etwas mehr gönnen. Den vier Teams wurden noch ihre hoch verdienten Preise verteilt, bevor jeder wieder seinen Heimweg antrat oder noch ein bisschen länger in der Bar sitzen blieb.

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